So verbessert ihr die Click-Through-Rate bei den Google SERPs

So verbessert ihr die Click-Through-Rate bei den Google SERPs

Die CTR spielt eine große Rolle bei der Aufrechterhaltung guter Rankings, da sie Google als Nutzersignal dient. Im Artikel geben wir euch eine Reihe von wertvollen Tipps, mit denen ihr die Click Trough Rate in den organischen Suchergebnissen von Google und Co optimieren könnt, um langfristige top Ergebnisse zu erzielen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Klickrate auf den SERPs von Google verbessern
    1. Schritt 1: CTR Analyse
    2. Schritt 2: Snippet optimieren
      1. Title-Tag: nicht zu kurz und nicht zu lang
      2. Description: (noch) mehr Platz für eure Message
      3. URL: nicht zu lang
    3. SERP Snippet Optimierung für Fortgeschrittene
      1. Visuelle Reize durch Sonderzeichen setzen
      2. Rich Snippets nutzen
      3. Breadcrumbs nutzen
      4. Klickbare Link-Anker nutzen
    4. CTR Optimierung beginnt beim Content
    5. Fazit

Klickrate auf den SERPs von Google verbessern

Gute Rankings bringen nichts, wenn das Suchergebnis nicht angeklickt wird. Schließlich geht es im Endeffekt um den Traffic, der nur durch eine gute CTR (Abkürzung für Click Through Rate, z.Dt. Klickrate) entstehen kann. Neben dem direkten Traffic leiden unter einer schlechten CTR auf Dauer auch die Rankings. Weil Google immer mehr Nutzersignale (User Signals) in die Bewertung einer Seite mit einfließen lässt, sinkt die URL langsam aber stetig in den SERP-Keller, wenn das Snippet nicht angeklickt wird.

Schritt 1: CTR Analyse

Bevor es an die Optimierung der SERP Snippets geht, solltet ihr in einem ersten Schritt analysieren, welche Snippets überhaupt optimiert werden müssen. Dazu eignen sich beispielsweise die Google Webmaster Tools. Ruft einfach die Search Console auf und klickt auf den Menüpunkt Suchanfragen → Suchanalyse. Um herauszufinden, welche Snippets optimiert werden sollten, lasst ihr euch nicht die Suchanfragen, sondern die konkreten Seiten anzeigen, die Benutzer aufgerufen haben und filtert diese nach aufsteigender CTR.

Schritt 2: Snippet optimieren

Bei der Optimierung des Google SERP Snippets müsst ihr zuerst einmal auf drei Basic-Elemente achten (zu den Elementen für Fortgeschrittene kommen wir noch). Dazu zählen:

  1. Title
  2. Description
  3. URL

Title-Tag: nicht zu kurz und nicht zu lang

Ein guter SEO Title ist nicht zu kurz und nicht zu lang. Nachdem lange Zeit nur 50 – 55 Zeichen zur Verfügung standen, habt ihr mittlerweile ganze 70 Zeichen Platz, um dem User klar zu machen, dass euer Suchergebnis einen Klick wert ist. Hier ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Tipp: Sonderzeichen nutzen!

Description: (noch) mehr Platz für eure Message

Auch bei der Description hat sich bei Google einiges getan. Statt 157 Zeichen, stehen einem nun bis zu 320 Zeichen zur Verfügung. Ob man diesen Platz auch tatsächlich immer komplett ausnutzen sollte, steht auf einem anderen Blatt. Wichtig sind unserer Meinung nach Schlagwörter, die den User packen und dazu animieren, das Suchergebnis anzuklicken.

URL: nicht zu lang

Die URL ist im SERP Snippet nicht ganz so entscheidend wie andere Faktoren. Dennoch empfiehlt sich hier eine generell gut durchdachte und klare Struktur für eure Webseite, die sich dann auch auf der SERP im jeweiligen Snippet widerspiegelt. Bei den Permalinks habt ihr die Möglichkeit, die Kategorien eurer Unterseiten mit anzeigen zu lassen oder nicht. Welche Variante die bessere ist, hängt von der Art der Webseite und des Contents ab. Auch wenn es vor dem Hintergrund anderer Faktoren nicht immer umsetzbar ist, liegt die optimale Länge einer URL bei 40 bis 60 Zeichen. Ebenfalls wichtig: Die URL sollte die wichtigsten Keywords enthalten, die für die jeweilige Suchanfrage relevant sind.

SERP Snippet Optimierung für Fortgeschrittene

So weit also die Basics in Sachen Snippet-Optimierung für bessere Klickraten. Um richtig durchzustarten, solltet ihr aber einen Schritt weitergehen und starke visuelle Reize durch Sonderzeichen und weitere Elemente wie Rich Snippets setzen.

Visuelle Reize durch Sonderzeichen setzen

Um euch von anderen Suchergebnissen abzuheben, könnt ihr ganz einfach prägnante Sonderzeichen wie Pfeile oder Häkchen in euren Title einbauen. Durch solche visuellen Reize macht ihr auf euer Snippet aufmerksam und erhöht die Chance, einen Klick abzugreifen, auch wenn ihr euch weiter unten auf der SERP befindet.

Hier ein paar Sonderzeichen, die euch weiterhelfen könnten:

⌨ ✆ ☎  ⌘ ⌥ ⇧ ← → ↑ ↓ ➫ ⬇ ⬆ ☜ ☞ ✔ ★ ☆ ♺ ⚑ ⚐ ✉ ✄ ⌲ ✈ ♦ ♣ ♠ ♥ ❤ ♡ ♪ ♩ ♫ ♬ ♯ ❑ ❒ ✖ « » ‹ › × ▲ ▼ ◀ ▶ ◢ ◣ ◥ ◤ △ ▽ ◿ ◺ ◹ ◸ ▴ ▾ ◂ ▸ ▵ ▿ ◃ ▹ ◁ ▷ ◅ ▻  ➥ ➦

 

Strukturierte Daten bereitstellen & Rich Snippets nutzen

Rich Snippets sind eine Erweiterungen der SERP-Snippets durch spezielle Elemente. Dazu gehören beispielsweise:

  • Bewertungen (z.B. Sterne)
  • Unternehmensinfos (Relevant für Local-SEO)
  • Rezepte (Zubereitungsdauer, Kalorien etc.)
  • Infos zu Veranstaltungen (Datum, Ort)
  • Videos & Fotos
  • Produktinfos (Preise, Bewertungen)
  • Urheberinformationen
  • Breadcrumbs
  • Site Links

Diese sogenannten Rich Snippets werden je nach Content-Type (Art des Contents) ausgespielt, wenn ihr auf eurer Webseite Markups zur Auszeichnung von strukturierten Daten auf Basis von schema.org (ein Gemeinschaftsprojekt von Google, Bing und Yandex) bereitstellt. Hierfür könnt ihr beispielsweise den Data Highlighter in der Search Console nutzen oder auf ein Plugin für euer CMS wie WordPress zurückgreifen.

Der Vorteil von Rich Snippets ist, dass User über den Title und die Description hinaus beurteilen können, ob es sich um das passende Ergebnis für ihre Suchanfrage handelt. Legen beispielsweise die Bewertungen nahe, dass ein Produkt nicht so der Hit ist, könnte stattdessen ein anderes Suchergebnis angeklickt werden. Rich Snippets bergen also immer auch ein gewisses Risiko. Dennoch: In der Regel animieren die Zusatzinfos, die sich deutlich vom restlichen Einheitsbrei der SERP-Snippets abheben, eher zum Klicken.

SERP Snippet mit Breadcrumbs aufmotzen

Direkt unter dem Titles der SERP Snippets befindet sich die URL – normalerweise! Wenn ihr Breadcrumbs auf eurer Seite verwendet, wird die Seitenstruktur, statt der URL angezeigt. Diese Darstellung sorgt dafür, dass lange URLs optisch ansprechender ausgespielt werden und die thematische Zuordnung des Suchergebnisses deutlich wird.

Tipp: Wenn ihr das Yoast SEO Plugin nutzt, könnt ihr die Breadcrumbs ganz einfach aktivieren, indem ihr diese in den Plugin-Einstellungen aktiviert (siehe Screenshot).

Klickbare Link-Anker nutzen

Mit den klickbaren Link-Ankern in den Google Snippets könnt ihr User noch zielgerichteter auf passende Inhaltselemente lenken. Vor allem bei sehr umfassenden Beiträgen (holistische Landingpages) macht dies Sinn. Dazu müsst ihr lediglich die jeweilige Überschrift im HTML Code mit einer ID versehen. Beispiel: Sucht ihr bei Google nach der Möglichkeit, mit Rich Snippets die CTR zu erhöhen und gelangt auf unseren Beitrag, könntet ihr euch möglicherweise nicht sicher sein, ob wir uns diesem Unterthema gebührend widmen. Schließlich wird weder im Title-Tag noch in der Description explizit auf die Rich Snippets hingewiesen. Ein Snippet, dass bereits im Title die Rich Snippets anführt, könnte dann eher eure Aufmerksamkeit erregen. Allerdings wäre ein solcher “Themenausschnitt” für uns dann kontraproduktiv, wenn jemand nach Möglichkeiten sucht, mit Sonderzeichen die CTR aufzupeppen. Die Lösung: Wir halten die Description stattdessen allgemein und verweisen in klickbaren Text-Ankern auf die Unterthemen. So wird das Oberthema durch den umfassenden Title abgedeckt und die individuelle Suchanfrage über Long-Tail-Keywords (wir bevorzugen den Begriff “detaillierte Suchanfrage”) trotzdem perfekt bedient.

CTR Optimierung beginnt beim Content

Hin und Wieder kommt es vor, dass der Inhalt eurer optimierten Snippets von Google automatisch ersetzt wird. Wenn so etwas passiert, bewertet Google den Title und/oder die Meta-Description als zu schlecht. Zu schlecht bedeutet hier vor allem, dass eine falsche Erwartung geschürt wird, die auf der Seite selbst nicht erfüllt wird. Die Optimierung der SERP Snippets und damit der CTR beginnt also bei der Optimierung eures Contents.

Fazit

Beiträge und Seiten solltet ihr grundlegend so spezifisch es geht auf Long-Tail-Anfragen optimieren, was sich im Title und der Description der SERP Snippets deutlich machen sollte. Wenn eine einzelne URL für eine Suchanfrage keinen Sinn macht, weil das Oberthema beispielsweise einen eigenen Beitrag wert ist, der ohne die jeweilige Spezifizierung unvollständig wäre, solltet ihr Textanker nutzen, indem ihr die Überschriften mit einer ID definiert. Unabhängig von diesen beiden Varianten helfen visuelle Reize in Form von Rich Snippets und Sonderzeichen, um die CTR in Google zu verbessern.