Das Einmaleins des Online-Shoppings

14tägiges Widerrufs- oder Rückgaberecht

Als Käufer kann man seinen Internetkauf von einem Online-Shop innerhalb von zwei Wochen, nachdem man seine Ware erhalten hat, ohne Angabe von Gründen widerrufen. Das kann in Form eines Briefes, per E-Mail oder per Fax geschehen. Die Ware muss allerdings zurückgesendet werden. Ausnahmen sind Waren, die nach eigenem und individuellem Wunsch angefertigt oder hergestellt wurden oder frische Lebensmittel, Tickets für Events oder auch Gutscheine. Hierfür gibt es kein Widerrufsrecht.

Der Verkäufer ist für die Zustellung verantwortlich


Bei der Zustellung der bestellten Waren muss der Online-Händler dafür Sorge tragen, dass der Kunde seine Ware auch erhält. Auch wenn der Postbote das Paket einem nicht zur Annahme berechtigten Nachbarn übergibt und dieser das Paket unterschlägt oder es wird einfach im Flur abgestellt und entwendet, ist der Online-Händler verpflichtet, den Kaufpreis zu erstatten.

Was passiert, wenn die Ware geliefert wurde, aber Mängel aufweist? Zunächst einmal hat der Verkäufer die Pflicht der Nacherfüllung und daher erhält er Gelegenheit die Ware auszubessern, zu reparieren oder gar ganz neu nachzuliefern. Dafür müssen Sie allerdings dem Verkäufer schriftlich eine angemessene Frist zur Nacherfüllung (beispielsweise acht Tage) setzen. Weigert dieser sich oder ist die Ausbesserung nicht erfolgreich, dann kann man sogar ganz vom Vertrag zurücktreten und der Verkäufer ist zur Erstattung des Kaufpreises verpflichtet.

Dass das Shoppen im Internet problemlos bleibt und Sie keinem unseriösen Anbieter auf den „Leim gehen“, sollten Sie folgende Tipps beachten:

Impressum und Firmensitz – Einen seriösen Online-Shop erkennen Sie an einem vollständigen Impressum. Diese Seite listet nämlich detailliert auf, was Sie über den Shop wissen sollten: Unternehmenssitz, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), Geschäftsleitung des Anbieters sollten dort abrufbar sein. Misstrauen sollten Sie jedem Anbieter entgegenbringen, der nur eine Postfachadresse angegeben hat oder auf dessen Seite gar keine Informationen über Firma und Firmensitz vorhanden sind. Über das Impressum erfahren Sie auch, ob der Anbieter seinen Sitz im Ausland hat, wo andere Rechtsgrundlagen gelten. Außerdem könnte eine Lieferung aus dem Ausland auch höhere Versandkosten, manchmal auch Zollgebühren verursachen.

Bewertungen des Online-Shops –  Alle großen und bekannten Internet-Shops sind bei den Preis-Suchmaschinen gelistet. Diese Schnäppchenfinder informieren nicht nur über die Preise, sondern sie liefern Ihnen auch vielfaches an Erfahrungen und Bewertungen von anderen Käufern. Kundenmeinungen helfen immer, sich vor dem Kauf ein erstes Bild über den Verkäufer zu machen und so „schwarzen Schafen“ aus dem Weg zu gehen. Auch Recherchen über Suchmaschinen können erste Anhaltspunkte liefern. Denn vielfach tauschen sich Kunden auch in Online-Foren über einzelne Shops aus.

Gütesiegel – Einige Prüfstellen haben sich zwischenzeitlich auf die Bewertung von Online-Shops spezialisiert. Daher prangen die entsprechenden Gütesiegel oftmals deutlich sichtbar auf der Internetseite des Online-Shops und bewerten Kategorien wie Datenschutz, Lieferbedingungen und Preistransparenz. Auch der TÜV oder die „Trusted Shops“-Gruppe überprüfen  Online-Angebote nach verschiedenen Kriterien – eine entsprechende Auszeichnung bzw. ein Siegel empfiehlt die Seite für den Einkauf.

Zahlungsmethode – Neben den klassischen Zahlungsmethoden wie Rechnung, Vorkasse, Nachnahme, Rechnung oder Lastschrift und Kreditkartenzahlung haben sich mittlerweile online auch andere Bezahldienste im Internet durchgesetzt und bewährt. Die bekanntesten Internet-Bezahldienste heißen beispielsweise PayPal, GiroPay und ClickandBuy und Giropay. PayPal bieten bei Online-Einkäufen sogar einen Käuferschutz an – bei Mängeln an der Ware hat der Käufer Anspruch auf Kostenerstattung. Hier lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte der Online-Zahldienste. Denn einige Unternehmen schließen in bestimmten Fällen – beispielsweise beim Kauf von privaten Anbietern – eine Kostenerstattung oder eine Garantie aus. Deshalb sollten Sie einen Bogen um Online-Angebote bzw. –Shops machen, die nur unsichere Bezahlverfahren wie zum Beispiel Vorkasse anbieten. Eine Abrechnung per Lastschrift oder mit der bewährten Kreditkarte beispielsweise gilt als sicher, da der Kunde die Zahlung jederzeit rückgängig machen kann.

Produktinformationen – Als Käufer sollten Sie in jedem Fall auf eine ausführliche Produktbeschreibung einschließlich genauer Preisangaben Wert legen. Daher sollte auch eine Produkt-Präsentation mit Fotos und Hinweisen, dass es sich bei der angebotenen Ware um das abgebildete Produkt handelt, selbstverständlich sein. Außerdem sollte der Online-Shop Versandkosten, Lieferinformationen und Zahlungsbedingungen deutlich, übersichtlich und gut erkennbar auflisten. Sonst laufen Sie Gefahr, dass sich das vermeintliche „Schnäppchen“ wegen hoher Versandpauschale oder Lieferung aus dem Ausland als teures Vergnügen entpuppt. Und eine späte Angabe der Bezahlmethode sorgt spätestens dann für Unmut, wenn der Kunde den lang gesuchten Artikel nicht bezahlen kann – und das, nur weil der Anbieter Kreditkarten oder Online-Bezahlsysteme akzeptiert.

Christian
Christian
Mein Name ist Christian und ich bin Mitgründer der Plattform fastWP. Hier im Magazin bin ich für die eher "technisch" lastigen Themen zuständig aber schreibe gerne über das Thema SEO, das nun bereits seit über 10 Jahren zu meiner Leidenschaft gehört.

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